Abschied

Schönes Fest trotz Kaltfront

17. Juli 2009

Nieselregen setzte ein, als wir am Freitagvormittag unseren Jeep vor der Waldhütte in Wynigen parkten. Während Schwiegermutter, Mutter und Schwester bei den Vorbereitungen fürs Salatbuffet halfen, bauten Fabian und Niklaus einen Unterstand für unser Auto, damit eine Rundumbesichtigung im Trockenen möglich wurde. Der Wetterumschwung war markant und führte dazu, dass wir, trotz Hochsommer, am frühen Nachmittag das Feuer im Cheminée entfachten.
Viele Verwandte und Freunde liessen sich davon nicht abschrecken und besuchten uns ein letztes Mal vor unserer grossen Reise. Während draussen der Regen tropfte und Donner grollte, griff Fabian, unser Mexikanischer- Waldhütten- Barde, in die Gitarrenseiten und brachte mit seiner Musik Südamerikafeeling ins Emmental.
Wir genossen es, mit allen zu plaudern und waren gerührt von den vielen guten Wünschen, Glücksbringern und Geschenken, die uns zugesteckt wurden. Ebenfalls erwähnenswert ist das leckere Dessertbuffet, das mit fast jedem Gast anwuchs. Persönlich habe ich rein gehauen, was das Zeug hielt. Immer mit der Entschuldigung, dass ich für lange Zeit keine solchen Köstlichkeiten mehr geniessen könne. Aber ich war nicht alleine und so blieb am Schluss erstaunlicherweise fast nichts übrig.
Wir möchten allen ganz herzlich für die mitgebrachten Sachen oder die Hilfe beim Einrichten bzw. Putzen danken! Wir haben das Fest sehr genossen!

Bilder ansehen

 

Abschiedsparty des Lehrerkollegiums für Taina und Käthy

1. Juni 2009

Käthy Lützelschwab, Hans-Jürg Rickenbacher und ihre zwei Kinder, Salome und Julian werden das ganze nächste Jahr in Ecuador leben und in der Dschungelschule unterrichten bzw. zur Schule gehen.
Hans-Jürg hat bei uns angerufen und wollte mit uns einen Termin zur Autobesichtigung abmachen. -Mir kam komisch vor, dass er als Opernsänger plötzlich so grosses Interesse für die Technik unseres Gefährts zeigte. Noch stutziger wurde ich, als Niklaus den Polterabend bei einem seiner besten Freunde absagte, mit der Begründung, wir hätten schon die Autovorführung geplant. (Also so vernarrt ist er auch nicht in diese Karre.) Tja, ich habe gemerkt, da ist etwas im Busch und deshalb auch nicht weiter gebohrt.
Am Freitag, dem 29. Mai fuhren wir also zur Familie Rickenbacher- Lützelschwab. Käthy goss gerade die Pflanzen und schien von unserm Treffen nichts gewusst zu haben. Mügi (Hans- Jürg) sei an einer Opernvorführung und nicht zu Hause, die Kinder spielten bei Nachbarn. Ich wurde langsam nervös, irgendetwas schien hier nicht nach Plan zu laufen. Nik blieb jedoch locker und bestand darauf, dass er wenigstens Käthy das Auto zeigen wolle, man könne ja gleich ein kurzes Ausfährtchen an den See machen. Käthy, ziemlich gestresst, versuchte telefonisch ihren Mann zu erreichen, der jedoch nicht abnahm. Dann rief sie die Nachbarsfamilie an, um ihnen mitzuteilen, dass sie ihrer Einladung etwas später Folge leisten werde, da sie noch kurz weg müsse. Im Auto bemühte sie sich, interessiert Fragen zu stellen, um Niklaus, der doch erwartet hatte Mügi mit technischen Details zu überhäufen, nicht ganz zu kurz kam.
In Sutz bogen wir Richtung See ab und da ging bei Käthy plötzlich ein Lichtlein auf. Sie hatte in der Schule auf einem Flyer etwas von Abschiedsparty und Sutz gelesen und wusste nun plötzlich mehr als ich.
Und so war es auch! Das ganze Lehrerkollegium empfing uns an schönster Lage am Bielersee und bot uns zwei Verwirrten bei einem Apéro einen herzlichen Empfang. Und siehe da, Mügi tauchte als Überraschungsgast auf. Für Käthy und mich war es die erste Überraschungsparty überhaupt und wir waren beide sehr gerührt, darüber dass sich so viele für uns Zeit genommen haben, um mit uns zu feiern.
Gemeinsam verbrachten wir einen sehr gemütlichen, ausgelassenen Abend und genossen die Sonne, welche sich erst jetzt so richtig gegen die Wolken durchsetzen konnte. Alle Lehrer und Lehrerinnen hatten sich ins Zeug gelegt und ein riesiges Salat- und Dessertbuffet vorbereite, dazu gab es leckeres Fleisch vom Grill und guten Wein.
Wir genossen die fröhliche Stimmung, den romantischen Sonnenuntergang und die Gespräche mit all den liebgewonnenen Menschen! Solch gesellige Anlässe werden mir in Zukunft sicher fehlen.
Danke an alle, die zum Gelingen dieser Überraschung beigetragen haben! „Äs het gfägt!"