Innenausbau

Der Innenausbau dauerte länger als geplant und kostete mehr. Wir budgetierten 2'500.- Franken, schlussendlich gaben wir wohl rund 4000.- dafür aus. Wir verzichteten bewusst auf jeglichen Schnickschnack, bauten also kein Waschbecken, keine Kochgelegenheit oder Kühlbox ein.
Wir möchten euch hier an unseren Erfahrungen teilhaben lassen und ein paar Tipps weitergeben.

Bewährtes:

  • Das ganze System baut auf gut verschliessbaren Rako Kisten auf. Vorteilhaft ist, dass alle mitgenommenen Sachen staubdicht verpackt sind und in der Kiste praktisch ein- und ausgeladen werden können.
  • Wir verwendeten für alle Möbelstücke 7mm dickes Sperrholz, um Gewicht zu sparen.
  • Zusammen mit den Case Maker Aluprofilen vom O.R.B. wurde die Konstruktion trotz der relativ dünnen Multiplexplatten sehr stabil. Ebenfalls ergaben sich automatisch 90° Winkel, was beim Zusammenbauen sehr hilfreich war. Zudem konnten Ungenauigkeiten beim Zuschnitt bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden.
  • Normalerweise werden die Möbel auf einer durchgehenden Bodenplatte festgeschraubt. Wir verzichteten aus zwei Gründen darauf: Erstens sind solche Platten sehr schwer und zweitens ist es mühsam das Auto zu reinigen, wenn Flüssigkeiten aus- und darunter laufen. Deshalb leimten wir mit dem Konstruktionskleber Sikaflex 552 Industrieprofile auf den Fahrzeugboden. Darauf liessen sich die Möbel ganz einfach mit Nutensteinen festschrauben.
  • Wir bauten eine aufklappbare Sitzbank ein, um bei schlechter Witterung auch im Auto schlafen zu können.
  • Die beiden 20l Wassertanks platzierten wir so, dass sie von der Hecktüre aus jederzeit leicht herausnehmbar sind. Das gleiche gilt für unsere zwei Kochkisten. Als zusätzliche Wasserreserve dienen uns vier Wassersäcke à je 10l, die wir je nach Bedarf füllen können.
  • An der rechten Hecktüre befestigten wir ein Klappbrett als Ablagefläche.
  • Die unbequemen Originalsitze tauschten wir aus.
  • Wir liessen eine Zusatzbatterie für verschiedenen Stromverbraucher einbauen.

Was wir heute anders machen würden:

  • Wir versuchten unsere Schränke den Konturen des Autos anzupassen, was jedoch eine unlösbare Aufgabe war. Besser und einfacher ist es alles rechtwinklig zu konstruieren.
  • Das Arbeiten mit dem Sika-Kleber war häufig ein Geschmier. Ausserdem mussten die Gestelle während des Trocknens umständlich fixiert werden. Wir empfehlen, das ganze mit BOB- Nieten zu befestigen.
  • Heute würden wir von Anfang an beschichtete Multiplexplatten kaufen und sie nicht selber lackieren.

 Fotos vom Innenausbau