Ausrüstung

  • Top-Box 110
  • Safari Dachträger
  • Sandbleche mit Halterungen
  • Marquisen hinten und seitlich
  • Campingtisch
  • Campingstühle
  • Kompressor
  • Garmin GPS Map 60 CSX
  • Tablet PC zur Navigation
  • Vebasto Standheizung
  • Spannungswandler 12/240 Volt
  • Autoradio mit CD-Player
  • I-Pod

 

Das Dachzelt

Aus finanziellen Gründen haben wir uns kein Klappdach geleistet, obwohl diese Dächer durchaus ihre Vorteile haben. Aber unter 10´000 Franken ist nichts zu haben und wer noch ein paar Extras, wie z. B. eine Schifflucke, seitliche Öffnungen im Zeltstoff, bequeme Matratzen, verstärkte Ausführung etc. haben möchte, der ist schnell bei mehr als 15´000 Franken angelangt.


Bei Chris vom Safari Center haben wir ein Hannibal Dachzelt gekauft, welches in Südafrika gefertigt wurde. Es ist wirklich romantisch so hoch oben auf dem Dach zu schlafen, besonders dann, wenn man alle vier Fenster geöffnet hat und rundherum die Sterne sieht. Ausserdem ist das Bett schön breit und lang. Nachteilig ist das Aufklappen und Schliessen, das rund zehn Minuten in Anspruch nimmt, bis alles parat zum Schlafen und gemütlich eingerichtet ist.


Zu einem Dachzelt gehört unbedingt ein robuster Dachträger. Wir haben uns ein stabiles und leichtes Modell beim Safari Center in Stein am Rhein gekauft. Der Härtetest folgt natürlich erst im Gelände. Da stabile Dachträger rar sind, kann ich den geübten Heimwerkern durchaus empfehlen, sich selbst einen zu schweissen.


Während Ferien in Europa haben wir unser Dachzelt verschiedentlich ausprobiert. Der erste äusserliche Eindruck zeigte ein tolles Produkt von guter Qualität. Es wurden Materialien verwendet, die robust sind und trotzdem angenehm zum Berühren. Aber bei genauem Hinsehen offenbarte sich haarsträubender Pfusch und lieblose Verarbeitung. Beispielsweise wurde mehrmals in die Zeltplanen-Spannrohre gebohrt bis die Versteifungsbleche festgenietet werden konnten. Ebenfalls lassen sich die Seitenfenster nur etwa halb schliessen, weil sie unter einer zu grossen Spannung stehen, was leider nicht mehr korrigiert werden kann.


Wir empfehlen, sich vor dem Kauf genauestens mehrere Modelle anzusehen und wenn möglich zu testen, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Wir mussten an unserem Zelt viele Anpassungen vornehmen, damit es brauchbar wurde. Folgende Arbeiten haben wir ausgeführt:

  • Die Multiplexplatten, worauf die Mattratzen liegen, mussten von Holzspänen befreit und die Oberfläche fein geschliffen und anschliessend sauber eingewachst werden, damit das Holz vor Feuchtigkeit geschützt ist.

  • Die Holzplatte musste gekürzt werden, damit das Zelt waagrecht, also volle 180°, geöffnet werden konnte.
  • Eine Querstrebe wurde am Boden verleimt, damit das Dachzelt richtig auf unserem Dachträger aufliegt und somit korrekt am Träger befestigt werden konnte.
  • Die Steckprofile der Leiter hatten für eine solide und sichere Verbindung der zwei zusammensteckbaren Stücke zu viel Spiel. Die Leiter hat sich beim Hochsteigen bedenklich verbogen. Es mussten neue Einsätze gefräst werden, die passgenauer waren.
  • Die Haltestangen aus Inox-Rohren für das Vorzelt musste ich verschweissen, weil die Kunststoffverbindungen der Belastung der Zeltplane nicht stand hielten und sich verbogen hatten.
  • Später mussten sogar alle Rohre ausgetauscht werden, da sie sich eines Nachts unter der Last der mit Regenwasser vollgelaufenen Zeltplane total verbogen.
  • Die Abdeckplane für das Zelt aus PVC beschichtetem Tuch ist für Europa eine klare Fehlkonstruktion, da die Plache aus einzelnen Stücken zusammengengenäht wurde. Bei Regen sickert das Wasser durch die Nähte ins Innere. Ebenfalls ist die Plane zu knapp zugeschnitten, regnet es, so tropft das Wasser am Rand auf den Zeltstoff. Ebenfalls war die Rätsche vom Spanngurt von Anfang an defekt und musste erneuert werden. Zurzeit verwenden wir eine Plane aus dem Hobby Markt, was aber noch nicht die ultimative Lösung ist.
  • Da das Zelt eigentlich für den Einsatz auf einem Landrover konstruiert wurde, waren die Leiter und das Vorzelt zu kurz. Wir mussten beides für den Einsatz auf dem Land Cruiser gut 40 cm verlängern.

 

  

Dieselkanisterhalterung

Unser Land Cruiser hat bereits zwei 90 Liter Tanks, dennoch wollten wir für Fahretappen von 1'000km eine zusätzliche Treibstoff-Sicherheitsreserve haben. Wir kauften zwei Halterungen für 20 Liter Kanister und fixierten diese auf dem Dachträger. Zur besseren Stabilität wurden sie miteinander verschraubt.